Schweizer Landwirtschaft -

ESSEN

Gartenplan

Essbare Gartenmelde

Obwohl die Vegetation im Winter ruht, beschäftigen wir uns auch in der kalten Jahreszeit mit der Gartenarbeit. Die Planung für das nächste Gartenjahr beginnt bereits im Herbst. Dann werden die ersten Gedanken darüber gemacht, was wo angepflanzt wird. Dementsprechend werden die Beete mit Kompost, Laub oder mit Mist abgedeckt.

Wird stark zehrendes Gemüse angebaut braucht es viel Stickstoff, Fruchtgemüse benötigen viel Kalium. Wuchsen im Vorjahr Bohnen auf einem Beet, werden nächstes Jahr Kohlarten angepflanzt. Die Bohnenstauden werden nicht ausgerissen, sondern nur abgeschnitten, da die Wurzeln viel Stickstoff gespeichert haben.

Im Winter wird der definitive Gartenplan erstellt

Wichtig ist, dass Gemüsesorten aus gleichen Familien nicht auf dem gleichen Beet wie letztes Jahr angepflanzt werden. Bei Kohlarten ist eine Pause von mehreren Jahren empfehlenswert. Gute Erfahrungen wurden mit Mischkulturen gemacht. Lauch und Karotten passen bestens zusammen. Bohnen und Sellerie oder Bohnen und Kohlraben ergänzen sich optimal. Salat passt fast zu allen Kulturen. Kohlarten brauchen, wenn sie ernte reif sind, viel Platz. Beim Setzen im Frühling wird darum ein grosser Abstand gemacht. Dieser Zwischenraum kann mit Salatsetzlingen genutzt werden. Der Salat wird nach und nach geerntet und macht so, der immer grösser werdenden Kohlpflanzen Platz.

Das Mischen verschiedener Kulturen ist nicht nur für die Pflanze sinnvoll. Es ist auch fürs Auge ein Genuss, sei das im Garten oder auf dem Teller. Roter und gelber Stielmangold leuchtet richtig zwischen weissen Margeriten. Federkohl mit orangen und roten Tageten – ein optisches Feuerwerk. Übrigens, der Federkohl oder Palmkohl, kann den ganzen Winter durch geerntet werden.

Eine rote Gartenmelde macht sich ebenso gut mitten im Staudengarten, wie ihre klein geschnittenen Blätter im Endiviensalat. Nicht zuletzt sind es die Kräuter, die das gewisse etwas ausmachen. Zum Genuss, als Heilmittel, als Schädlingsbekämpfer, als Nahrung für Nützlinge und noch vieles mehr. Kräuterkombinationen gibt es unzählige.

Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken zum nächsten Gartenjahr. Haben Sie Mut und versuchen Sie auch mal eine neue Kombination.

Wir wünschen Ihnen dabei viel Freude und gutes Gelingen!

 

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