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OECD kritisiert Schweizer Agrarsubventionen

23.10.2007 - (lid) - Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit OECD kritisiert in einem Bericht zur Agrarpolitik ihrer Mitgliedsländer das Niveau der Agrarsubventionen in der Schweiz. Obwohl sie die Reformbemühungen begrüsse, halte die OECD weitere Schritte für notwendig, um den Schutz der Märkte und die Verzerrung im Handel zu beseitigen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur SDA.

Im Bericht, der am Dienstag, 23. Oktober in Genf veröffentlicht wurde, stellt die Organisation zwar fest, dass der Anteil der Subventionen an den Marktpreisen in der Schweiz markant zurückgegangen sei. Dennoch würden Massnahmen, die zu einer Verzerrung der Produktion und des Handels führen, immer noch über die Hälfte der Stützung ausmachen, zitiert die SDA die OECD.

Die OECD-Experten kritisieren auch die Tatsache, dass von den Geldern nur ein relativ kleiner Teil für Konsumenteninteressen wie den Tier- und den Umweltschutz und die biologische Landwirtschaft eingesetzt werde. Beim Umfang der Subventionierungen seiner Produzenten liegt die Schweiz laut OECD auf dem dritten Platz hinter Norwegen und Island. 2004 bis 2006 machte ihre Unterstützung zwei Drittel der Brutto-Einnahmen in der Landwirtschaft aus. Das sei mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Wertes der OECD-Mitgliedsländer. In den 25 Ländern der EU liegt der Durchschnittswert bei 34 Prozent, in den USA bei 14 Prozent und in Australien bei 5 Prozent. In den letzten 20 Jahren ging der Anteil in der Schweiz um 12 Prozent zurück. Dies sei eine willkommene Entwicklung, schreibt die OECD. Aber sie sei immer noch ungenügend gegenüber den anderen Ländern. Insgesamt erreichen die Subventionen für die Landwirtschaft 1,6 Prozent des Schweizer Bruttoinlandproduktes.

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