Grosssägerei mischt Schweizer Holz-Handelsbilanz auf
14.08.2007 - (lid) - Die Grosssägerei Stallinger Swiss Timber in Domat/Ems GR hat die Schweizer Holz-Handelsbilanz im Juni spürbar beeinflusst.
Es wurde weniger Holz zur Verarbeitung ins Ausland exportiert, dafür mehr geschnittenes Holz ausgeführt, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Die von Stallinger versprochene höhere Wertschöpfung des Rohstoffes Holz für den Kanton Graubünden und die gesamte Schweiz sei eingetreten, teilte die Tochterfirma der österreichischen Holzindustrie Stallinger GmbH mit.
In den Exportstatistiken von Fichten-, Tannen-, Rohholz und Schnittwaren zeigten sich im Vergleich zum Vorjahr teils gravierende Veränderungen. Im Juni 2007 hätten 33,2 Prozent weniger sägefähiges Rundholz die Schweiz verlassen. Im Gegenzug sei im gleichen Zeitraum 39,8 Prozent mehr geschnittenes Holz exportiert worden. Stallinger stützt sich auf die neusten Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung in Bern.
Die grösste Sägerei der Schweiz will weiter ausbauen. Firmenchef Franz Stallinger hält in der Zentralschweiz nach einem zweiten Standort Ausschau. In Domat/Ems investierte der Holzverarbeiter laut eigenen Angaben 110 Millionen Schweizer Franken in das neue Werk, wo über 100 Personen beschäftigt sind. Weitere 25 bis 30 Millionen Schweizer Franken sollen in den Bau eines Biomassen-Kraftwerks sowie 25 Millionen in Anlagen zur Weiterverarbeitung von Holz investiert werden.